Exkursionen

Bericht aus dem BioS „Der Neandertaler in dir!“

In der letzten Woche vor den Osterferien hatten die Biologiekurse der Q2 im BioS in Braunschweig die Möglichkeit zu erforschen, ob ein Stück Neandertaler in ihnen zu finden ist. Die Exkursion vertiefte sowohl Inhalte der Unterrichtseinheit „Genetik“ und schlug schon Brücken zum Thema „Evolution des Menschen“, die noch bevorsteht.

Im Schwerpunkt stand die Analyse der mitochondrialen DNA der Kollegiaten, um diese mittels PCR, Restriktionsenzymen und Gelelektrophorese mit Abschnitten der DNA eines Neandertalers zu vergleichen. Hierbei übten die Kollegiaten verschiedene molekulargenetische Arbeitstechniken, die man im normalen Schulalltag oft nur theoretisch oder durch Filme ermitteln kann. Hierbei wurden die Gruppen von Mitarbeitern des BioS begleitet und unterstützt, damit auch wirklich mit jeder DNA-Probe ein Ergebnis erzielt werden konnte.

Die Gruppen waren begeistert bei der Arbeit und fanden es sehr spannend, die wissenschaftlichen Arbeitstechniken wirklich selbst mit allen nötigen Geräten durchzuführen. Im Labor war während der Arbeit immer wieder ein Lachen oder eine Flachserei zu hören, die von der guten Stimmung zeugte.

Unterstützend zur molekulargenetischen Arbeit wurden wir durch die Kursleiter des BioS über die neusten Erkenntnisse zur Verwandtschaft der verschiedenen Vertreter der Gattung Homo, zu denen eben der Mensch als auch der Neandertaler gehören, informiert. Hierbei wurde deutlich, warum die Arbeitstechniken, die an diesem Kurstag im Mittelpunkt standen, so wichtig zur Erforschung der Verwandtschaftsverhältnisse des Menschen sind.

Beim abschließenden Vergleich der DNA-Abschnitte stellte sich übrigens heraus, dass keiner der Kollegiaten ein Stück Neandertaler-DNA in sich trägt. Ob das als endgültiger Beweis für die Erstellung eines Stammbaums reicht?

Unterirdisch

22 Kollegiaten und zwei Lehrkräfte des Wob-Kollegs fuhren am 15. März 2017 zu der Wissenschaftsshow „unterirdisch“ nach Braunschweig. Geleitet wurde die Veranstaltung von ARD-Moderator Johannes Büchs. Neben interessanten Interviews und Erzählungen von anwesenden Wissenschaftlern über Bohrungen von Südamerika bis Japan gab es auch Liveschaltungen in das Bohrkernlager in Bremen und ein Forschungsschiff im chinesischen Meer. Bei den immer wieder eingestreuten Quizrunden konnten die Kollegiaten immerhin zwei der begehrten 60 Mio Jahre alten Haifischzähne ergattern. Abgerundet wurde die Veranstaltung zum Schluss durch einen Studien-Informationsstand der TU Braunschweig und den längsten Bohrkern-Kuchen der Welt.

„This Way“ – Unser Weg durchs Kunstmuseum Wolfsburg-Februar 2016

Sehen und nicht sehen, Düfte, Klänge, Kunst und Leben

Collage Kunstmuseum

Die Ausstellung „This way“ des dänischen Künstlers Jeppe Hein stellt die Höhen und v. a. die Tiefen seines Lebens dar und reflektiert diese auf den Besucher. Wir – die Kurse des Darstellenden Spiels des Wolfsburg-Kollegs – besuchten im Rahmen eines kreativen Fotoprojekts diese außergewöhnliche Ausstellung.

Jeppe Hein erarbeitete hier eine sehr persönliche Darbietung seines Inneren. Ein elementarer Anstoß zu seiner Ausstellung war, dass er an einem Burnout erkrankte und dadurch sein Leben nun anders wahrnimmt. Er gestaltete ein Labyrinth, durch das sich jeder Besucher seinen eigenen Weg bahnen muss und sogar selbst Teil der Ausstellung wird, indem sein Wirken Bewegungen auslöst. Jeder Raum ist eine Überraschung, da man nicht weiß, was einen erwartet. Jeppe Hein befasst sich mit Klang, Bewegung, Minimalismus und auch Geometrie spielt eine große Rolle. Zum Ausdruck wird dies gebracht zum Beispiel durch Kunstobjekte, in denen Spiegel eingebracht sind, die für Verwirrung sorgen, durch den Wasserstrahl, der quer durch den Raum verläuft, ohne einen Tropfen auf dem Boden zu verlieren, das Loch in der Wand, aus dem Feuer speit, das auf seine Zuschauer reagiert. Ein Teil der Ausstellung stellt sein Tagebuch dar, das an den Wänden hängt. Hier sind zumeist einfache Dinge, Lebensweisheiten, aber auch alltägliche Motivationssätze abgebildet, bei der die Gefühle und Empfindungen des Künstlers besonders zum Vorschein kommen. Diese unterschiedlichen „Gemälde“ spiegeln auch die Angst wider, die der an Depressionen leidende Künstler empfunden hatte. Er gestaltete – vielleicht auch deshalb – einen dunklen Raum mit schwarzen Wänden, auf denen weiße Gesichter gemalt sind. Hier hat man den unerträglichen Eindruck, beobachtet zu werden.

Der Künstler lässt seine Besucher nachdenken, nachdenken darüber, welchen Sinn oder welche Botschaft seine Werke vermitteln. Ein Richtig oder Falsch gibt es hier nicht, denn jeder hat seine eigene Sichtweise; wie der Künstler sagt: „You are amazing just the way you are“.

Jeppe Hein zeigt uns, wie vielfältig Kunst sein kann. Mit seinen Werken möchte er uns eine Möglichkeit bieten, spirituelle Kraft zu tanken. Es ist manchmal nicht leicht, sein Gleichgewicht zu finden. Er hat dies in seiner Kunst verdeutlicht und man erhält einen beinahe magischen Einblick in die Gefühle und Geschichten des Künstlers und auch in seine eigenen.

Wer sich selbst sucht, wird sich in dieser Ausstellung sicher finden!