Exkursionen

Politik erleben

DM – Bereits in aller Frühe, um 07:00 Uhr am 14.12.2017, brachen wir mit den beiden Politikkursen der Q1 unter der Aufsicht von Frau Wiederhold und Frau Schulz auf nach Berlin, um uns den Bundestag anzusehen.
In Berlin angekommen war zwar das Wetter grau, aber unsere Stimmung war gut gelaunt gemischt mit der üblichen Müdigkeit von Schülern am Vormittag.
Nach einer gründlichen Sicherheitskontrolle durften wir neben beeindruckender Architektur und der bewegenden Geschichte des Gebäudes auch in den Sitzungssaal auf die Besuchertribünen. Dort informierte man uns über viele Dinge, wie etwa die Aufgaben des Bundestages, seine Arbeitsweise und wie sich die Mitglieder des Bundestages sowie die der einzelnen Ausschüsse und Gremien zusammensetzen.
Belustigendes gab es auch zu hören: Man erzählte uns, dass das wohl unterhaltsamste Ereignis, welches der Bundestag zu bieten habe, der sog. „Hammelsprung“ sei. Bei diesem speziellen Abstimmungsverfahren werden die anwesenden Abgeordneten gebeten, den Sitzungsaal zu verlassen und dann nach einer bestimmten Zeit durch eine der drei Türen wieder in den Saal zurückzugehen. Über diesen Türen standen die Worte „Ja“, „Nein“ und „Enthaltung“. Die Abgeordneten müssen dann je nach ihrer Meinung durch eine dieser Türen wieder zurück in den Saal. An den Türen stehen Mitarbeiter des Bundestages, die die Menge der Abgeordneten für jede Tür notieren.
Eine weitere Besonderheit bei diesem Verfahren sei die Möglichkeit der bei der Abstimmung anwesenden Abgeordneten, ihre Kollegen im Bundestag anzuschreiben und zur Abstimmung zu bitten, um die Anzahl der abgegebenen Stimmen für ihre jeweilige Meinung somit zu erhöhen.
Das Unterhaltsame dabei: Die Büros einiger Abgeordneter liegen so weit vom Sitzungsaal entfernt, dass sie auf der Stelle alles stehen und liegen lassen, um sofort Hals über Kopf zum Sitzungsaal zu stürmen, nur um noch rechtzeitig ihre Stimme mit abgeben zu dürfen. Die Mitarbeiterin des Bundestages meinte zwar, dass dieses Verfahren nur selten zum Tragen käme, aber versicherte uns mit absoluter Gewissheit, dass es für sehr viel Freude unter allen Beobachtern sorge.
Abschließend hatten wir noch ein Gespräch mit Falko Mohrs, dem Abgeordneten des Bundestages, welcher in Wolfsburg per Direktmandat für die SPD in den Bundestag einziehen durfte.
Gleich zu Beginn bestand er darauf, dass wir beim „Du“ blieben.Wir durften ihm alle Fragen stellen, die uns bewegten und er schien bemüht, diese so gut er konnte ehrlich zu beantworten.
Er überreichte jedem von uns noch einen Stoffbeutel im Bundestag-Design mit Grundgesetz, Anstecknadel und Infoheft zum Bundestag.
Danach machten wir noch schnell ein gemeinsames Foto in der Kuppel des Gebäudes, welche wir dann noch erkunden durften. Nach alledem ging es zum gemeinsamen Essen in das angrenzende Paul-Löbe-Haus. Um 16:34 Uhr trafen wir uns gemeinsam am Berliner Hauptbahnhof und fuhren teils aufgedreht, teils erschöpft wieder zurück nach Wolfsburg.
Insgesamt war es ein wirklich schöner Ausflug, auf dem wir viel über die Politik unseres Landes mit all seinen Aufgaben und Herausforderungen lernen und erleben durften.
Vielen Dank an alle, die uns diesen Ausflug ermöglicht haben!

Sport frei!

Das Wolfsburg-Kolleg erlebte Ende September einen sehr erfolgreichen und spaßigen ersten Sporttag. Dafür pilgerte die ganze Schule ins nahe gelegene Stadion des TV Jahn. Gefragt waren Geschicklichkeit und Sportlichkeit in Sportarten, wie z.B. Speerwerfen, Weitsprung, 100-m-Lauf, aber auch im Wikingerschach, Sackhüpfen oder Seilspringen. Die besten Ergebnisse lieferte dabei das Team „Janni und Nico“, das sämtliche anderen Kollegiaten-Teams mit 284 Punkten auf die hinteren Plätze verwies. Für das Team „Turniersieger“ reichte es trotz des siegverheißenden Namens mit 167 Punkten immerhin für Platz zwei vor Team „Cosa“. Herzlichen Glückwunsch!

Bericht aus dem BioS „Der Neandertaler in dir!“

In der letzten Woche vor den Osterferien hatten die Biologiekurse der Q2 im BioS in Braunschweig die Möglichkeit zu erforschen, ob ein Stück Neandertaler in ihnen zu finden ist. Die Exkursion vertiefte sowohl Inhalte der Unterrichtseinheit „Genetik“ und schlug schon Brücken zum Thema „Evolution des Menschen“, die noch bevorsteht.

Im Schwerpunkt stand die Analyse der mitochondrialen DNA der Kollegiaten, um diese mittels PCR, Restriktionsenzymen und Gelelektrophorese mit Abschnitten der DNA eines Neandertalers zu vergleichen. Hierbei übten die Kollegiaten verschiedene molekulargenetische Arbeitstechniken, die man im normalen Schulalltag oft nur theoretisch oder durch Filme ermitteln kann. Hierbei wurden die Gruppen von Mitarbeitern des BioS begleitet und unterstützt, damit auch wirklich mit jeder DNA-Probe ein Ergebnis erzielt werden konnte.

Die Gruppen waren begeistert bei der Arbeit und fanden es sehr spannend, die wissenschaftlichen Arbeitstechniken wirklich selbst mit allen nötigen Geräten durchzuführen. Im Labor war während der Arbeit immer wieder ein Lachen oder eine Flachserei zu hören, die von der guten Stimmung zeugte.

Unterstützend zur molekulargenetischen Arbeit wurden wir durch die Kursleiter des BioS über die neusten Erkenntnisse zur Verwandtschaft der verschiedenen Vertreter der Gattung Homo, zu denen eben der Mensch als auch der Neandertaler gehören, informiert. Hierbei wurde deutlich, warum die Arbeitstechniken, die an diesem Kurstag im Mittelpunkt standen, so wichtig zur Erforschung der Verwandtschaftsverhältnisse des Menschen sind.

Beim abschließenden Vergleich der DNA-Abschnitte stellte sich übrigens heraus, dass keiner der Kollegiaten ein Stück Neandertaler-DNA in sich trägt. Ob das als endgültiger Beweis für die Erstellung eines Stammbaums reicht?

Unterirdisch

22 Kollegiaten und zwei Lehrkräfte des Wob-Kollegs fuhren am 15. März 2017 zu der Wissenschaftsshow „unterirdisch“ nach Braunschweig. Geleitet wurde die Veranstaltung von ARD-Moderator Johannes Büchs. Neben interessanten Interviews und Erzählungen von anwesenden Wissenschaftlern über Bohrungen von Südamerika bis Japan gab es auch Liveschaltungen in das Bohrkernlager in Bremen und ein Forschungsschiff im chinesischen Meer. Bei den immer wieder eingestreuten Quizrunden konnten die Kollegiaten immerhin zwei der begehrten 60 Mio Jahre alten Haifischzähne ergattern. Abgerundet wurde die Veranstaltung zum Schluss durch einen Studien-Informationsstand der TU Braunschweig und den längsten Bohrkern-Kuchen der Welt.

„This Way“ – Unser Weg durchs Kunstmuseum Wolfsburg-Februar 2016

Sehen und nicht sehen, Düfte, Klänge, Kunst und Leben

Collage Kunstmuseum

Die Ausstellung „This way“ des dänischen Künstlers Jeppe Hein stellt die Höhen und v. a. die Tiefen seines Lebens dar und reflektiert diese auf den Besucher. Wir – die Kurse des Darstellenden Spiels des Wolfsburg-Kollegs – besuchten im Rahmen eines kreativen Fotoprojekts diese außergewöhnliche Ausstellung.

Jeppe Hein erarbeitete hier eine sehr persönliche Darbietung seines Inneren. Ein elementarer Anstoß zu seiner Ausstellung war, dass er an einem Burnout erkrankte und dadurch sein Leben nun anders wahrnimmt. Er gestaltete ein Labyrinth, durch das sich jeder Besucher seinen eigenen Weg bahnen muss und sogar selbst Teil der Ausstellung wird, indem sein Wirken Bewegungen auslöst. Jeder Raum ist eine Überraschung, da man nicht weiß, was einen erwartet. Jeppe Hein befasst sich mit Klang, Bewegung, Minimalismus und auch Geometrie spielt eine große Rolle. Zum Ausdruck wird dies gebracht zum Beispiel durch Kunstobjekte, in denen Spiegel eingebracht sind, die für Verwirrung sorgen, durch den Wasserstrahl, der quer durch den Raum verläuft, ohne einen Tropfen auf dem Boden zu verlieren, das Loch in der Wand, aus dem Feuer speit, das auf seine Zuschauer reagiert. Ein Teil der Ausstellung stellt sein Tagebuch dar, das an den Wänden hängt. Hier sind zumeist einfache Dinge, Lebensweisheiten, aber auch alltägliche Motivationssätze abgebildet, bei der die Gefühle und Empfindungen des Künstlers besonders zum Vorschein kommen. Diese unterschiedlichen „Gemälde“ spiegeln auch die Angst wider, die der an Depressionen leidende Künstler empfunden hatte. Er gestaltete – vielleicht auch deshalb – einen dunklen Raum mit schwarzen Wänden, auf denen weiße Gesichter gemalt sind. Hier hat man den unerträglichen Eindruck, beobachtet zu werden.

Der Künstler lässt seine Besucher nachdenken, nachdenken darüber, welchen Sinn oder welche Botschaft seine Werke vermitteln. Ein Richtig oder Falsch gibt es hier nicht, denn jeder hat seine eigene Sichtweise; wie der Künstler sagt: „You are amazing just the way you are“.

Jeppe Hein zeigt uns, wie vielfältig Kunst sein kann. Mit seinen Werken möchte er uns eine Möglichkeit bieten, spirituelle Kraft zu tanken. Es ist manchmal nicht leicht, sein Gleichgewicht zu finden. Er hat dies in seiner Kunst verdeutlicht und man erhält einen beinahe magischen Einblick in die Gefühle und Geschichten des Künstlers und auch in seine eigenen.

Wer sich selbst sucht, wird sich in dieser Ausstellung sicher finden!